5000,- €

„Es ist unglaublich, was Markus geleistet hat. Wir sind froh, dass er gesund zurückgekommen ist und dankbar für das, was er getan hat“, so Torsten Greis. Unser neues Beiratsmitglied aus Willich konnte jetzt eine Spende von 5.000 Euro symbolisch in Empfang nehmen. Der Willicher Markus Pfennings hat im September für unseren Verein eine sechstägige Benefiz-Wanderung in den Alpen unternommen und dabei bis jetzt über verschiedenste Medien-Kanäle 5.000 Euro und einen Glückscent als Unterstützungsspenden gesammelt.

Der 46-jährige hatte das Motto „Herz-Projekte“ gewählt und so auch seine Facebook-Seite benannt. „Ich hatte gehofft, dass eine vierstellige Summe zusammenkommt, habe aber nie damit gerechnet, dass es so viel wird. Das überwältigt mich“, meint Markus Pfennings. Auslöser seines Projektes war eine eigene Krebs-Erkrankung im Jahr 2017, die früh erkannt wurde und geheilt werden konnte. „Aber das hat mich doch nachdenklich gemacht. Aus der Perspektive eines Familienvaters kann ich die Situation von Familien mit krebskranken Kindern nachvollziehen und wollte helfen“, beschreibt er den Hintergrund seiner Idee.

Seine Wanderung hat Markus Pfennings in sechs Etappen (zwischen 30 und 21 Kilometer am Tag) aus dem Hochgebirge bis ins Alpenvorland bei Füssen zum „Lechfall“ geführt. Sein Fazit: „Es war ein einmaliges Erlebnis. Bei der dritten Etappe wurde es für ihn schwierig: Er musste die „Holzgauer Hängebrücke“ überqueren – in 110 Meter Höhe und mit einer schmalen Lauffläche aus Gitterrosten. „Ich habe eher Höhenangst und habe einfach immer nur nach vorne geguckt“, erinnert er sich. Am Ende war er stolz darauf, seine persönliche Herausforderung überwunden zu haben.

Als Einzelwanderer unterwegs zu sein, war bei dieser Tour genau richtig für ihn, „nur am fünften Tag hatte ich einen kleinen Durchhänger und hätte gerne einen vertrauten Ansprechpartner aus meiner Familie oder einen Freund zum Reden gehabt. Aber abends habe ich mit Wanderern gegessen, die ich unterwegs getroffen hatte. Das hat geholfen“, erzählt Markus Pfennings. Ein besonderes Erlebnis sei auch der „Lechzopf“ mit seinen Schotter- und Sandbänken gewesen, aber „in ich bin nur mit den Füßen reingegangen. Das Wasser war saukalt“.

Die Wanderung durch die Einsamkeit der Berge habe ihm die Möglichkeit gegeben, die vergangenen Jahre und seine Erkrankung Revue passieren zu lassen. Man habe auf dem Weg Zeit zum Nachdenken, die sonst fehle. Abends hat Markus Pfennings im Hotel dann seine Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram und Komoot) als „MarkusSupertramp“ mit Bildern und Berichten gefüttert. Gespendet haben übrigens Freunde, Nachbarn und Menschen, die durch die Berichte über das Projekt informiert worden waren. Unterstützung habe ihm auch die Familie gegeben: „Meine Töchter Lea und Lisa haben Papas Tour-Shirt in der Schule getragen und von der Aktion erzählt“. Markus Pfennings überlegt jetzt schon, ob er im nächsten Jahr eine neue Benefizaktion starten wird, „aber verraten wird noch nichts“, schmunzelt er.